Meine Mutter war Jahrgang 1926. Es muss wohl eine „kleine Welt“ gewesen sein, die wir uns heutzutage kaum mehr vorstellen können. Als „Bauernfeel“ ist sie wahrscheinlich kaum aus ihrem Dorf Rettenberg und seiner Umgebung herausgekommen. Der majestätische Grünten (Hausberg) war dann bestimmt so etwas wie der Mittelpunkt ihrer heimeligen Heimat.
So erzählte sie auch öfters, dass man ihnen als Kinder eingebläut hatte, nicht zuweit von daheim wegzugehen. „Bleibet dohuim“, hat sie auch uns Kindern gesagt, denn hinterm Grünten würde ein Bretterzaun (Bretterhag) kommen. Da dürfe man auf keinen Fall drüber steigen. Weil, dahinter hört die Welt auf und man würde steil abstürzen!
„Mei Muater,i muss Dir heut beichten, i hob wohl it auf Di ghört und bin über d’Bretterhag drüber ghärzet und weiter gange“. Denn i leb jetzt scho viele Johr in Tirol – und es isch richtig schee do!„
