Alpe Arbeit Tier Tradition

Alpabtrieb 2017

Nun sind wir mit unseren „Moggele“ daheim auf dem Hof. Am 27. September 2017 haben wir nach 2 Jahren Pause wieder einen traditionellen Alpabtrieb veranstaltet. Wir haben den Rindern die Weideschellen abgenommen und sogenannte „Zugschellen“ angelegt. Danach sind wir mit der kleinen Herde (16 Stück) mit lautem „Gschealt“ heimwärts gezogen. Dabei haben wir auch die Ortschaft Wagneritz durchquert.

Alles ist gut gegangen. Eigentlich sogar ist alles super gelaufen. Unsere Moggele haben im Sommer das „Ziehen“ gelernt. D.h. sie laufen einem hinterher und man kann sie ohne Druck auszuüben lenken. Das müssen die Tiere einfach lernen, weil man nicht jedesmal einige Leute zusammentrommeln kann um sie von einer Weide auf die andere zu bringen. In unserem Fall ist auch ein Alpweg zu begehen. Und ich bin einfach zu faul überall Zäune aufzustellen. Also „trottle“ ich da halt geduldig mit den Moggele und sie lernen einem zu folgen. Und dieses Jahr hatten wir auch noch das Glück, dass es eine richtige „Leitkuh“ gab, nach der sich alle anderen richteten.

Diese Leitkuh ist im Video sehr gut zu sehen, beim Warten an der Futterhütte. Wenn man sich nun mit der Leitkuh „gut“ stellt, d.h. ihr Vertrauen hat, dann ist die Lenkung der Herde ein Kinderspiel. Dies war dieses Jahr so, deshalb hat der Abtrieb auch so gut funktioniert.

Und auch das anschließende Fest haben wir genossen. Es kamen auch einige Spontanbesucher auf ein Bier vorbei. Sehr gefreut haben sich auch die Gäste und Mitarbeiter des Tagesheim „Birkenmoos“. Es war ein richtiges Erlebnis für sie, als wir mit unserer Herde gekommen sind. Die Mitarbeiter haben uns sogar bei der Verpflegung geholfen und Kaffee gekocht und uns das Geschirr geliehen. Vielen Dank. Wir waren sehr froh über diese Hilfe.

Und vielen Dank auch an unsere Helfer beim Schellenanlegen und beim Abtrieb.

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